#120 | Pogrom 9/11

9 | 11 Pogrom – ein Gedenkkonzert der besonderen Art

Am Sonntag, den 11.11. fand um 17 Uhr im Ariowitsch-Haus eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht statt – ein besonderes Ereignis in Tagen der Trauer, eine musikalische Darbietung, die bewegte und noch lange nachwirken wird. Mit raumfüllender Lichtmalerei und vielschichtigen Querflötenklängen haben sich die Leipziger Musikerin Brunhild Fischer und ihre Berliner Kollegen KOPFFARBEN mit gefühlvollen Improvisationen den Ereignissen des 9. Novembers gewidmet. Beeindruckend dabei ist die Kreation von Brunhild Fischer, die hier als Komponistin ihr Werk vorgestellt hat. Mit einer Mischung aus Klängen der Querflöte, Loopsounds und Toneinspielungen hat sie eine eigens für diesen Abend entwickelte Musik arrangierte, die harmonisch und eindringlich zugleich die traurige Thematik beschrieb und in den Saal des Ariowitsch-Hauses trug. Zugleich wurden die Besucher mitgenommen auf eine Bilderreise. Julia Schäfer zeichnete live vor den Augen der Zuschauer bewegende Bilder, die in den Raum projiziert und von Johannes Schmidt passend zur Musik animiert wurden – beengende Häuserfluchten, Hände, die sich flehend in den Himmel recken, kauernde Menschen, die beschützend ein Kind im Arm halten und zum Schluss ein Meer aus Kerzen.

So entstand ein Licht- und Klangkosmos, der den Raum ausfüllte und ein minutenlanges Schweigen der Besucher am Ende der Vorstellung nach sich zog, bevor ein tosender, nicht enden wollender Applaus anbrach. Eine besondere Form des Gedenkens, das tief in die menschliche Seele und in die Herzen drang.

Text: https://ariowitschhaus.de/


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