artificial room 1.0

Interaktive Installation, 2009, Schwerte (Diplomarbeit)

In der Rauminstallation artificial room 1.0 werden für die Besucher in den (scheinbar) realen Ausstellungsräumen gleichzeitig auch virtuelle Welten begehbar. Die Verschränkung und Überlagerung der Ebenen von unterschiedlichsten Wirklichkeitsgraden erzeugt dabei diverse Irritationen gewohnter Wahrnehmungsmuster: Die Besucher sind eingeladen, sich auf ein mehrdimensionales Verwirrspiel einzulassen und in verrückten Räumen jenseits der gängigen Denkkategorien wiederzufinden.

Die konkrete Umsetzung gestaltet sich wie folgt: Innerhalb des Ausstellungsraums gibt es einen gesonderten, durch drei aufgestellte Leinwände definierten Innenraum, in dem sich mehrere Ausstellungsbesucher frei bewegen können.
In dem Raum sind sechs gemalte Bilder ausgestellt, die sich thematisch mit der Beziehung von Körper und Raum auseinander setzen. Auf die drei Raumwände sowie auf die Bilder wird von Beamern eine in 3D-Technik animierte, virtuelle Welt projiziert, welche die durch die Malerei vorgegebene Optik aufgreift und die gemalten Figuren zum Leben erweckt. Die animierte Figur bewegt sich von Bild zu Bild, taucht in die Malerei ein und erscheint an anderer Stelle erneut, um seine fast tänzerische Raumergründung fortzuführen.
Aber auch die Besucher werden in diese Welt durch Rückkopplungen von Webkameras integriert, so dass sie sich selbst beim Betrachten des Kunstwerkes betrachten können.
Das Gesamtkunstwerk der Installation befindet sich auf diese Weise – solange sich Menschen in ihm bewegen und mit den Sicht- und Unsichtbarkeiten interagieren – in ständiger Metamorphose und illustriert damit einen unserer wichtigsten generellen Ansprüche an Kunst heute.

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